
Janosch, eigentlich Horst Eckert, wurde 1931 in Hindenburg in Oberschlesien geboren. Als Kinderbuchautor und Illustrator wurde er mit Figuren wie dem kleinen Bären, dem kleinen Tiger und der Tigerente weltberühmt. Sein bekanntestes Buch, Oh, wie schön ist Panama (1978), erzählt mit Humor und Wärme von Freundschaft, Fernweh und der Suche nach dem Glück. Seine Geschichten verbinden eine scheinbar einfache Sprache mit Themen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen.
Warum ist Janosch für die immersive Sprachvermittlung im Fach Deutsch als Fremdsprache besonders interessant? Seine Geschichten schaffen anschauliche, emotional zugängliche Situationen, in denen Sprache nicht isoliert gelernt, sondern in einem sinnvollen Zusammenhang erlebt wird. Wiederkehrende Figuren, Dialoge, Handlungen und Bilder helfen dabei, Wörter und Redewendungen aus dem Kontext zu erschließen. Lernende können die Geschichten hören, mitlesen, nachsprechen und in eigenen Worten weitererzählen. So werden Wortschatz, Hörverstehen und Sprachgefühl miteinander verbunden. Zugleich eröffnen die Geschichten einen Zugang zu kulturellen Vorstellungen und Alltagserfahrungen im deutschsprachigen Raum. Janosch zeigt damit beispielhaft, wie Literatur zum Ausgangspunkt für lebendiges, kontextgebundenes Sprachenlernen werden kann.
Von Dieter Schnöpf – Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67885283