Wenn wir mit Freunden oder Kollegen sprechen, erzählen wir oft von Erlebnissen, die schon vorbei sind: Wie war das Wochenende? Wo warst du gestern? Hattest du viel zu tun? Um über die Vergangenheit zu berichten, nutzt man im Deutschen am Anfang zwei ganz besonders wichtige Verben im Präteritum: „sein“ und „haben“. In dieser Lektion begleiten wir den Hauptcharakter durch seinen gestrigen freien Tag und lernen Schritt für Schritt, wie man Orte, Zustände und Besitz in der Vergangenheit fehlerfrei ausdrückt.
Heute sprechen wir über die Vergangenheit. Gestern hatte ich frei und das Wetter war wunderschön. Ich war nicht im Büro und ich hatte keinen Stress mit der Arbeit.
Wo warst du gestern? Am Vormittag war ich in der Stadt. Ich hatte einen Termin beim Arzt, aber der Termin war zum Glück sehr kurz. Danach hatte ich großen Hunger. Ich war in einer kleinen Bäckerei und habe ein Stück Kuchen gegessen.
Am Nachmittag war mein Freund Ahmet auch in der Stadt. Wir waren zusammen im Park und sind spaziert. Das war sehr lustig! Ahmet hatte seinen Hund dabei.
Letzte Woche hatten wir leider kein gutes Wetter. Es war oft kalt und es hat viel geregnet. Da waren wir die ganze Zeit zu Hause. Aber gestern war ein toller Tag! Am Abend war ich sehr müde, aber ich war glücklich.
Und wie war dein Tag gestern? Hattest du viel Arbeit oder hattest du auch ein bisschen Freizeit? Die Formen von „sein“ und „haben“ im Präteritum sind im Alltag sehr wichtig, wenn wir Geschichten von gestern erzählen.
Das lernen Sie: Erzählen Sie von der Vergangenheit! Lernen Sie die einfachen Vergangenheitsformen (Präteritum) von „sein“ (war) und „haben“ (hatte) kennen. Erfahren Sie, wie Sie berichten, wo Sie gestern waren oder ob Sie letzte Woche Zeit hatten.
🔍 Das Präteritum von „sein“ & „haben“
Um über die Vergangenheit zu sprechen, nutzen wir für die Verben „sein“ und „haben“ fast immer das Präteritum (die einfache Vergangenheit). Aus „ich bin“ wird „ich war“, und aus „ich habe“ wird „ich hatte“. Auch hier gilt die goldene Regel: Die Formen für „ich“ und „er/sie/es“ sind komplett identisch (ich war / er war).
1. Orte und Zustände ausdrücken mit „sein“ (war):
– Gegenwart: Ich bin im Büro. -> Vergangenheit: „Gestern **war** ich im Büro.“
– Gegenwart: Das Wetter ist schön. -> Vergangenheit: „Das Wetter **war** wunderschön.“
2. Besitz und Zeit ausdrücken mit „haben“ (hatte):
– Gegenwart: Ich habe einen Termin. -> Vergangenheit: „Ich **hatte** einen Termin.“
– Gegenwart: Wir haben kein Glück. -> Vergangenheit: „Letzte Woche **hatten** wir kein Glück.“
Übungen zur Bildung der Vergangenheit
die ersten vier Fragen wiederholen das Thema der vorangegangenen Lektion (Dativ)
Grammatik-Trainer (A1)
Vokabeln einprägen
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Ordne die passenden Teile richtig zu!
Höre die Sätze und sprich sie laut nach. Achte auf die korrekte Betonung der Vergangenheitsformen.
Letzte Kontrolle für deinen Lernerwerb in dieser Lektion.
Im Deutschen gibt es zwei Formen der Vergangenheit: das Perfekt (gesprochene Sprache) und das Präteritum (geschriebene Sprache wie in Büchern oder Zeitungen). Aber es gibt eine ganz wichtige Ausnahme für den Alltag! Die Verben „sein“ und „haben“ (sowie die Modalverben) benutzt man auch beim Sprechen fast *immer* im Präteritum. Niemand sagt im Gespräch „Ich bin im Kino gewesen“ oder „Ich habe Kopfschmerzen gehabt“. Man sagt stattdessen ganz natürlich: „Ich war im Kino“ und „Ich hatte Kopfschmerzen“. Wenn Sie das beachten, klingt Ihr Deutsch sofort viel natürlicher!
